Frances Wood

Ich kam vor zwei Jahren nach Chiang Mai nach dem ich zuvor sieben Jahre in Phuket gelebt hatte. Meine Zeit im Süden Thailands verschwimmt vor mir beim Gedanken an den Kampf um genug Geld für das Leben und den Anstrengungen nach und nach immer mehr Zeit der Fürsorge von Hunden und Katzen zu widmen. Als Tierfreundin war es mir unmöglich mich gegenüber den Nöten der Hunde und Katzen blind zu stellen. Sie scheinen in einem Schicksal gefangen, in dem sie immer wieder ausgesetzt und nur zu oft mit Gift oder anderen Mitteln umgebracht werden, denn dies war – und ist immer noch – eine verbreitete Art wie mit ihnen in Thailand umgegangen wird.

In Phuket, arbeitete ich mit der Soi Dog Foundation zusammen, die meine Anstrengungen unterstützte so viele Tier wie möglich zu sterilisieren und denen, die in Not waren, regelmäßige medizinische Behandlung zu geben. Nach dem Tsunami wurde mein Engagement noch intensiver, denn eine sehr gute Freundin von mir starb an diesem schrecklichen Tag. Leone Cosens hatte sich während 10 Jahren selbstlos um hunderte von Hunde im Süden Phukets gekümmert und am letzten Tag der Beerdigungsfeierlichkeiten erkannte ich plötzlich, dass ich die einzige Person war, die in der Lage und Willen war, ihre Aufgaben zu übernehmen. Ich fühlte, dass es sehr wichtig für Leone war, nicht nur, dass man sich um die Hunde kümmerte, sondern auch um die arme Thaifamilie, die Leonie aus ihrer eigenen Tasche bezahlte, damit sie ihr bei der Arbeit für die Hunde halfen. Dankbarer Weise machten es großzügige Spenden aus Übersee möglich, dass Mr. Nok von der SDF fest als Hundefänger angestellt werden konnte und auch seiner Frau konnte etwas Geld gegeben werden, um ihr dabei zu helfen das Fütterungsprogramm, das Leone begründet hatte, fortzuführen.

Frances and HoneyNach drei Jahren, in denen ich versucht hatte die Situation in der stets schwülen Hitze im Griff zu behalten, hat meine Gesundheit angefangen zu leiden und ich entschied, dass es das Beste für mich war, in den relativ kühleren Norden Thailands umzuziehen. Auch wurde Phuket immer mehr zu einem Betondschungel, in dem nicht mehr länger leben wollte.

Nachdem ich mich erst einmal in meinem neuen Leben in einem Dorf zwölf Kilometer vom Zentrum Chaing Mais zurecht gefunden hatte, wurde mir klar, dass ich niemals die Nöte der Tiere hier vor Ort ignorieren konnte. Allerdings wusste ich auch, dass ich mich dem Ganzen nicht mehr so mit Haut und Haaren verschreiben konnte, wie ich es in Phuket getan hatte.

Ich fand einen guten Mittelweg als ich mich dazu entschloss einmal pro Woche mit zwei oder drei Tieren aus dem Dorf zum Tierarzt zu fahren und diese sterilisieren zu lassen. Care for Dogs erklärte sich einverstanden die Kosten für die Operationen zu übernehmen und ich bin in der Lage etwas extra Futter und Arzneimittel aus meiner eigenen Tasche beizusteuern. Diese Teilzeitaufgabe ermöglicht mir viele Leute in meiner Nachbarschaft kennen zu lernen und ich weiß, dass die meisten von ihnen es schätzen, dass sie ihre Tiere so sterilisieren lassen können.

Es machte mich traurig zu sehen, dass die Menschen hier im Norden des Landes anscheinend ihre Hunde und Katzen auch nicht besser behandeln als ihre gegenüber im Süden. Auch hier geschehen Vergiftungsaktionen, und ich musste schon Notfalleinsätze mit Fahrten zum Tierarzt machen mit Tieren die überfahren worden waren, manche von diesen Tieren kamen aus Tempeln die voller Menschen waren, doch viele von ihren „stellten sich einfach blind“ gegenüber deren Leiden.

So lange ich ab und zu etwas Abstand zu dem Allen bekommen und noch andere Dinge mit meinem Leben anfangen kann, bin ich froh einige Hilfe leisten zu können. Ohne dies könnte ich nicht mit mir selbst klar kommen.

Popularity: 2% [?]

  • Share/Bookmark

Hinterlassen Sie einen Kommentar

- Wird nicht durch uns veröffentlicht

Get Adobe Flash playerPlugin by wpburn.com wordpress themes